Qualität von Schiffsausrüstern: So erkennen Sie seriöse Anbieter

Segelboote müssen besonderen Bedindungen zur See standhalten (Foto: Alvov/ Shutterstock)

Segelboote müssen besonderen Bedingungen zur See standhalten (Foto: Alvov/ Shutterstock)

Die Krise in der Seeschifffahrt erhöht auch den Preis- und Wettbewerbsdruck auf die Schiffsausrüster. Angesichts der Vielzahl an Low-Budget-Anbietern stehen Reedereien vor der Herausforderung, verlässliche Ausrüster zu finden. Einige Tipps…

Damit steigt das Aufkommen unseriöser Handelsgesellschaften, die oftmals mit Kostensenkungen versuchen, konkurrenzfähig zu bleiben, und so in vielen Fällen Qualität einbüßen. Denn einige Dienstleister verfügen nicht über funktionierende Lieferketten oder übergehen bestehende Rechtsvorschriften.

„Ein reibungsloser Ablauf von Angebotserstellung bis Abschlussbericht ist jedoch unerlässlich, um langfristig am umkämpften Markt zu bestehen“, weiß Oliver Kerner, Geschäftsführer des Bremer Schiffsausrüsters Omnimare GmbH, und betont: „Zuverlässige Anbieter lassen sich schnell anhand bestimmter Merkmale erkennen.“

Codierung schafft Transparenz

Ein vollständiges, nach Produktgruppen sortiertes Angebot mit Herstellerangaben, Leistungsbeschreibung, Rücknahmefristen und finaler Kostenaufstellung dient als Basis für eine verlässliche Zusammenarbeit. Artikelnummern sowie deutsche und englische Produktbezeichnungen ermöglichen jedem Kunden eine Identifikation der angeforderten Teile.

Auf dem internationalen Schifffahrtsmarkt sorgen außerdem IMPA- und ISSA-Nummern für lückenlose Nachvollziehbarkeit. „Sowohl im Katalog der International Marine Purchasing Association (IMPA) als auch in der jährlichen Auflistung der International Ship Suppliers & Services Association (ISSA) sind alle relevanten Artikel mit einer einmaligen Codenummer versehen“, erklärt Oliver Kerner.

Ebenso sollten auch Angebotsbestätigung und Lieferscheine ausführliche Informationen über Menge, Termin sowie eventuelle Rückstände enthalten. „Um Probleme beim Verschiffen zu vermeiden, müssen Lieferscheine und Projektprotokolle Artikelangaben zu genauer Produktbezeichnung, Gewicht und Warentarifnummer besitzen und etwaige Zertifikate aufweisen. Für einen geordneten Ablauf vor Ort sollte jedes Warenbegleitdokument ebenso Aufschluss über das jeweilige Schiffsdepartment geben, für welches die Ersatzteile bestimmt sind. Zum Beispiel Maschine oder Deck“, rät Kerner.

Ausrüster als aktive Schnittstelle

Einen weiteren wichtigen Aspekt stellt die stetige Kommunikation zwischen Einkaufsgesellschaft und Kunde dar. Besonders in der Logistikbranche kommt es häufiger zu Lieferengpässen oder Verspätungen. Vertrauenswürdige Dienstleister treten in diesen Fällen sofort in Kontakt mit ihren Kunden, um gemeinsam an der bestmöglichen Lösung zu arbeiten.

Bestimmte Computerprogramme bieten den Kunden zum Beispiel die Möglichkeit, aktuelle Lieferscheine jederzeit abzurufen. Wer sich als Schiffsausrüster außerdem nach der Qualitätsnorm ISO 9001 zertifizieren lässt, verpflichtet sich, innerbetriebliche Abläufe transparent zu halten, für Kundenzufriedenheit Sorge zu tragen und Fehlerquoten zu minimieren.

Als traditionsreichster deutscher Schiffsgutachter für diese Zertifizierung gilt der Germanische Lloyd. „Mit Projektende bekommt jeder Kunde außerdem einen Bericht, der jeden Arbeitsschritt im Detail wiedergibt“, erläutert Oliver Kerner abschließend.

Artikelbild: lvov/ Shutterstock

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