Füllstandstechnik im Schiffbau

Systeme, mit deren Hilfe der Füllstand eines Wasserbehälters gemessen wird, finden in mehreren Bereichen Anwendung. Zu diesen Bereichen zählen etwa Schwimmbäder, aber auch der Einsatz im Schiffbau ist von großer Bedeutung. Claudia Schmidt berichtet…

Eintauchen statt abtauchen, alles eine Frage des Messens... (Foto: Durch S.Pytel/ Shutterstock)

Eintauchen statt abtauchen, alles eine Frage des Messens… (Foto: Durch S.Pytel/ Shutterstock)

In dieser Hinsicht werden Systeme zur Füllstandsüberwachung, die sie unter anderem hier finden, eingesetzt um etwa Schiffslage und Tiefgang zu bestimmen. Aber auch ein weitreichenderer Einsatz im Schiffbau ist denkbar. Wie die weiteren Einsatzmöglichkeiten aussehen können, erfahren Sie in diesem Artikel.

Schiff und Sicherheit

Systeme zur Füllstandsüberwachung nehmen im Schiffbau vielfältige Aufgaben wahr. So sind sie unter anderem von Bedeutung, wenn es darum geht, Schifflage und Tiefgang zu ermitteln. Diese Werte sind für die Schiffsicherheit von großer Bedeutung und können nur über genaue Füllstandwerte ermittelt werden.

Hierfür wird in aller Regel ein solches System auf dem Vorschiff platziert, während sich ein weiteres auf dem Achterschiff befindet. Im Falle größerer Schiffe gibt es häufig zusätzliche Punkte an Back- und Steuerbord, an denen gemessen wird. Um Schäden an der Schlagseite des Schiffes, wie etwa durch Wind- oder Zentrifugalkraft, entgegenzuwirken, werden sogenannte Anti-Heeling-Systeme eingesetzt, die aus der mehreren Ballastwassertanks bestehen, die untereinander verbunden werden und je nach Schifflage in ihrem Füllstand angepasst werden.

Entsprechend werden auch hier Systeme benutzt, mit deren Hilfe der Füllstand überwacht wird. Nur so ist es möglich, die Anti-Heeling-Systeme bedarfsgerecht zu steuern. Ebenfalls muss der Füllstand wichtiger Wasserbehälter, wie etwa Trinkwasser-, Schmutzwasser- und Leckwasserbehälter, regelmäßig überprüft werden, um eine ausreichende Trinkwasserversorgung und Hygiene an Bord zu gewährleisten.

Die „volle Ladung“

In diesem Zusammenhang wird deutlich, dass die Überwachung des Füllstands vor allem auch bei Containerschiffen mit flüssiger Ladung zum Einsatz kommt. So wird vor allem die volle Ausnutzung der Ladekapazität gewährleistet, aber auch ein Auslaufen des Inhalts wird so verhindert.

Da es sich bei den Inhalten nicht selten um für die Umwelt gefährliche Chemikalien handelt, hätte ein Austritt für die Umwelt fatale Folgen, wie solche Vorkommnisse in der Vergangenheit gezeigt haben. Entsprechend hätten diese Unfälle für die verantwortlichen Unternehmen auch fatale finanzielle Folgen.

Im Falle der genannten Behälter ist es darüber hinaus zudem wichtig, neben dem Füllstand auch den Innendruck zu überprüfen. Hierfür bieten sich vor allem eine berührungslose Füllstandsmessung an, die mit der Flüssigkeit nicht in Kontakt tritt.

Sie sehen also, dass Systeme für Füllstandsüberwachung in der Schiffahrt eine große Bedeutung haben und viele Anwendungsbereiche haben. Bei der Anschaffung entsprechender Systeme sollten Sie auf jeden Fall ein Auge auf die Qualität haben, gerade wenn es um den Transport umweltschädlicher Stoffe geht…

Artikelbild: Durch S.Pytel/ Shutterstock 

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